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Spiritueller Missbrauch

Wie in der katholischen Kirche Menschen spirituell missbraucht werden

Vortrag und Buchvorstellung

Was ist unter geistlichem oder spirituellem Missbrauch zu verstehen? Menschen, die geistlichen Rat suchen, werden durch Manipulation, Abhängigkeit oder Kontrolle um ihre Selbstbestimmung in Fragen der Weltdeutung und Sinnfindung gebracht. Dieses Phänomen war bisher in Sekten oder aus Freikirchen bekannt. Dass ähnliche Praktiken auch in der katholischen Kirche vorkommen, gilt bisher entweder als Tabuthema oder wird toleriert.
Doris Wagner schildert in ihrem neuen Buch erstmals ausführlich die unterschiedlichen Facetten des Phänomens manipulativer Seelenführung im Bereich der katholischen Kirche, gestützt durch eine Vielzahl realer Fallbeispiele. Dabei thematisiert sie auch die tieferen Ursachen für diese Art des Missbrauchs. Ihre Ausführungen zeigen: Es handelt sich nicht nur um tragische Einzelfälle. Vielmehr hat der spirituelle Missbrauch in der katholischen Kirche eine systemische Dimension.

Kooperation mit Abt. Pfarrgemeinde und Spiritualität/Spirituelle WegbegleiterInnen.

Organisation: Helmut Außerwöger

Doris Wagner

Geboren 1983, studierte Theologin und Philosophin. Nach dem Abitur gehörte sie acht Jahre zur geistlichen Familie "das Werk", eine päpstlich anerkannte Gemeinschaft geweihten Lebens. In dieser Zeit erlitt sie verschiedene Formen geistlichen und sexuellen Missbrauchs. In zahlreichen Vorträgen vor Verantwortlichen und SeelsorgerInnen setzt sie sich für die Wahrnehmung des bislang kaum beachteten Phänomens spirituellen Missbrauchs in der katholischen Kirche ein. 2018 war Wagner Teil der Film-Dokumentation #female pleasure. Publikationen: Nicht mehr ich. Die wahre Geschichte einer jungen Ordensfrau, Wien 2014; Spiritueller Missbrauch in der katholischen Kirche, Freiburg 2019.

Fortlaufende Kurse

Oberösterreichische Journalistenakademie

9 bis 18 Uhr

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