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Der Glasmaler Josef Raukamp

Ein Künstler zwischen Historismus und Moderne

Der aus dem Rheinland stammende Glasmaler Josef Raukamp (1881-1960) hat am Beginn des 20. Jahrhunderts in Linz die Entwicklung der Glasmalerei entscheidend geprägt. Als Künstler und Leiter der „Oberösterreichischen Glasmalerei“ (ab 1905 bzw. 1915) ging es Raukamp nicht nur darum, für Oberösterreich den Anschluss an die Moderne zu finden. Dazu wurden nicht, wie im Historismus, die Glasscheiben einfach bemalt, sondern, wie im Mittelalter, die einzelnen Farbgläser mosaikartig zusammengesetzt und von Bleiruten fixiert. Hier hat Raukamp zweifellos Pionierarbeit geleistet, obwohl ihm von der Kirchenleitung wegen seines „modernen“ Stils immer wieder Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Raukamp hat an die 100 Pfarrkirchen und Sakralräume mit Glasfenstern ausgestattet.
1953 verkaufte Raukamp seinen Betrieb an das Zisterzienserstift Schlierbach, wo er sich noch heute befindet.

Organisation: Helmut Außerwöger

Wolfgang Sachsenhofer

Studium der Kunstwissenschaft und Philosophie an der Katholischen Privat-Universität Linz. Sponsion 2012 zum Thema "Die Linzer Domkrippe und die Tradition der Volkskunst-Krippe in Oberösterreich". Anschließend Doktorratsstudium und Promotion 2016 über den Glasmaler Josef Raukamp.

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