Kapelle

Kapelle

Von November 1981 bis Mai 1983 hat die Künstlerin Lydia Roppolt (geb. 1922 in Moskau, gest. 1995 in Wien, Atelier in Oberwang/OÖ) die Unterkirche umgestaltet. Der damalige Rektor Karl Wild hat die Künstlerin gebeten, die Kapelle mit “herrlichen, leuchtenden Farben, mit vielen Farben, so viele es überhaupt gibt” zu gestalten. “Die Unterkirche muss so werden, dass sie jeden Besucher, der hineinkommt, gefangen nimmt zum Meditieren, zum Beten zwingt, Freude bringt, ihn mit Freude überschüttet. Wer hineinkommt, muss spüren: Hier wohnt Gott, hier ist Himmel. Wer kann solche Farben hineinzaubern? Die Lydia! Sie kann das!” In einem Brief vom 25. Oktober 1982 beschreibt Lydia Roppolt ihr Konzept: “Diesen Raum, den ich bemalen durfte, ist auf eine Naturlandschaft ausgerichtet. Alles Licht kommt aus der Natur, die im Wechsel der Jahreszeiten die Wunder der Schöpfung vergegenwärtigt. In den drei Spiegelfeldern der Decke versuche ich in malerischen Flächen und sensiblen Linien einen Hymnus auf den allmächtigen Schöpfer zu singen, zu dem sich unsere Gesichter dankbar erheben… Das Antlitz des menschgewordenen Gottessohnes und die Gestalt der Muttergottes neigen sich aus der Region des Lichts herab und treten schützend zwischen uns. So hätte ich gemeint, dass man Geborgenheit in dieser Kapelle hätte finden können.”
Am 3. November 1983 wurde sie durch Diözesanbischof Maximilian Aichern eingeweiht.

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