5. Februar 2021, 19 Uhr: Trotzdem! Wie ich versuche, katholisch zu bleiben – Online-Vortrag

5. Februar 2021, 19 Uhr: Trotzdem! Wie ich versuche, katholisch zu bleiben – Online-Vortrag

Die Kirche besteht nicht nur aus Machtmissbrauch, sexueller Gewalt und Frauenverachtung, es gibt in ihr doch auch so viele Menschen, die Gutes tun! Bei diesem vielgehörten Rechtfertigungsversuch ist die Geduld der Journalistin, Feministin und bekennenden Katholikin Christiane Florin schnell am Ende. Ja, es gibt diese Menschen, die Gutes tun! Aber auch sie haben viel zu lange zu Machtmissbrauch, sexualisierter Gewalt und Frauenverachtung geschwiegen. Vielleicht, weil sie es nicht für möglich gehalten haben, vielleicht, weil sie sich ihre Heimatidylle nicht kaputt machen lassen wollten. Denn katholisch sein ist nicht nur ein Glaube, es ist auch ein Heimatgefühl. Betroffene sexueller Gewalt, Opfer lehramtlicher Strafaktionen und Analytiker des Machtapparats stören im Gefühlsablauf. Doch damit, so argumentiert Christiane Florin, machen sich die Gutgläubigen zu Komplizen. Zu Komplizen, die sich nicht gegen ein autoritäres System wehren, das Gläubige kleinhalten und überkommene Strukturen bewahren will. Dabei muss die katholische Kirche dringend zu einem liberalen und aufgeklärten Denken finden. Als eine der kenntnisreichsten und meinungsstärksten Beobachterinnen des kirchlichen Lebens in Deutschland formuliert Christiane Florin in »Trotzdem! Wie ich versuche, katholisch zu bleiben« nicht nur eine Anklage und Selbstanklage, sondern auch ihre tiefe Sehnsucht nach gründlicher Erneuerung, mit der sie vielen kritischen Gläubigen aus dem Herzen spricht.

Der Vortrag findet über Microsoft Teams statt, und Sie können am PC wie auch auf gängigen Handys und Tablets daran teilnehmen. Sie erhalten per E-Mail einen Link für die Teilnahme zugeschickt und verfolgen online über Ihren Bildschirm die Präsentation der Referentin, hören den Vortrag und treten auch in Interaktion.

Referentin: Christiane Florin
geboren 1968, studierte Politikwissenschaft, Geschichte und Musikwissenschaft in Bonn und Paris. Seit 2016 arbeitet sie als Redakteurin beim Deutschlandfunk für die Redaktion »Religion und Gesellschaft«. Zuvor leitete sie die ZEIT-Beilage »Christ und Welt«. Bei Kösel erschienen »Die Ehe. Ein riskantes Sakrament« (2016) und »Der Weiberaufstand. Warum Frauen in der katholischen Kirche mehr Macht brauchen« (2017). Mit diesem Buch, das inzwischen als Pflichtlektüre zur Diskussion über die Ausgrenzung von Frauen aus katholischen Ämtern gilt, ist sie in der Öffentlichkeit zur publizistischen Stimme der Thematik geworden, und erhält weiterhin zahlreiche Einladungen zu Podien und Vorträgen.

Termin: Freitag, 5. Februar 2021, 19 Uhr

Kursbeitrag: € 12,-

Organisation: Helmut Außerwöger

Anmeldung

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