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Historischer Tanz

Rigaudon de Provence: La Lorraine par Mr. Balon

Kursbeschreibung

Über den Charakter der Melodie eines Rigaudon schrieb J. Mattheson: „Ihre Eigenschafft bestehet in einem etwas tändelndem Scherz.“ Weiter unten fügt er hinzu: „Diese Tantz-Melodie hieß vor Alters in welscher Sprache nur Rigo, welches einen Fluß oder Strom bedeutet“ (in „Der vollkommene Capellmeister“, 1739)

Als „tändelnder Scherz“ kommt auch La Lorraine daher: Sie ist ein kurzweiliger Paartanz aus dem XVII. Recueil de Dances, den Tanzmeister Dezais für das Jahr 1719 zusammenstellte. Die Choreographie ist versehen mit den gängigsten Schritten des Barocktanzes, worunter der Pas de Rigaudon nicht fehlen durfte, der hier den musikalischen Charakter im Tanz betont.

Damit die Ausführung dieses Tanzes gleich einem fröhlich dahin plätschernden Flüsschen gelingt, werden wir uns an den drei Kurstagen für grundlegendes Schritttraining und Armführung Zeit nehmen. Der Samstagabend soll dem Kontratanz gehören. Variantenreiche Tänze in der Colonne (Gebirgsbächlein?) oder Quadrille-Form (Badesee?) vermitteln uns bewegte Geselligkeit des 18. Jahrhunderts und stellen so einen wunderbaren Tagesausklang dar!

Abendeinheiten sind vorgesehen, daher empfehlen wir die Übernachtung im Bildungshaus.

Organisation: Christine Tröbinger, Maria Zachhalmel

Pia Brocza

Ausbildung zur Tänzerin und Pädagogin für Modernen Tanz (Chladek-System) und Historischen Tanz am Konservatorium der Stadt Wien; wichtige Grundlagen und Impulse im Historischen Tanz erhielt sie u.a. bei Hannelore Unfried, Deda C. Colonna, Barbara Sparti, Kay Sylegard sowie Evelyn Püfken. Lehraufträge an der Universität Wien, Musikhochschule Stuttgart und am Haydn Konservatorium Eisenstadt. Als Tänzerin und Coach für Barocktanz Mitarbeit beim Film ("Licht", Regie Barbara Albert). 2005 Gründung des Ensembles Tantz-Art. Seit 2007 Dozentin für Chladek-Technik in Wien; www.tantzart.at

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