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Von der entfesselten Wirtschaft zur solidarischen Gesellschaft

Ausstellung zum Werk von Karl Polanyi

Der ungarisch-österreichische Ökonom Karl Polanyi hat in seinem international viel beachteten Hauptwerk “The Great Transformation” Überlegungen hinterlassen, welche auch heute von verblüffender Aktualität sind.
Für Karl Polanyi ist die Geschichte des Kapitalismus das Ergebnis einer “Doppelbewegung”, der “Bewegung”, mit der die Gesellschaft historisch erstmalig den Dynamiken der Marktökonomie unterworfen und zu einer “Marktgesellschaft” gemacht wurde, und den “Gegenbewegungen”, mit denen sie sich vor den desaströsen Folgen für ihre natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen zu schützen sucht. Nicht jede Gegenbewegung, die wir heute erkennen können, richtet sich gegen die finanzkapitalistische Entwicklung, aber vieles, wogegen sich soziale Kämpfe und Proteste richten, ist durch sie mitverursacht oder vorangetrieben worden – wie der Raubbau an der Natur und der Klimawandel, die Vermögensumverteilung von unten nach oben, die sozialen Spaltungen u. a. m.

Die Ausstellung thematisiert verschiedene Bereiche aus dem Werk von Karl Polanyi: Vermarktlichung, Entbettung der Wirtschaft, liberales Credo, Faschismus/Sozialismus, Demokratie, Freiheit in einer komplexen Gesellschaft.

Vortrag und Buchvorstellung “Zukunftsfähiges Wirtschaften” von Univ.-Prof. Dr. Andreas Novy zur Ausstellungseröffnung.

Projektträger: Johannes Kepler Universität Linz, Institut für Soziologie, Abteilung für Gesellschaftstheorie und Sozialanalyse; Wirtschaftsuniversität Wien, Institut Multi-Level Governance and Development; International Polanyi Society, Institut für Angewandte Entwicklungspolitik. Ausstellungskoordination: Harald Wildfellner

Gefördert durch die Österreichische Gesellschaft für Politische Bildung.

Eröffnung: Freitag, 14. Mai 2021, 19.30 Uhr

Ausstellungsdauer : 14. Mai bis 2. Juni 2021

Organisation: Maria Zachhalmel

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