Maria Hofstätter liest „Josef Finster“
Buchpräsentation und Lesung
Maria Hofstätter liest aus „Josef Finster. Bad Ischl. Linz. Dachau. Flossenbürg. Eine Recherche“ von Waltraud Kannonier-Finster und Meinrad Ziegler.
Das Buch erzählt die Geschichte eines Linzers, der 1938 in Linz, ohne zu wissen warum, von der Kriminalpolizei verhaftet wurde. Die SS deportierte ihn nach Dachau und Flossenbürg, wo er wenig später starb.
Im Jahr 1900 geboren, lebte Josef Finster in den 1920er und 1930er Jahren unter prekären Verhältnissen in den Linzer Barackenlagern. Einige Male wurde er wegen kleinerer Delikte gerichtlich belangt und verbüßte dafür Haftstrafen.
Josef Finster steht stellvertretend für viele andere, die aus sozialen Gründen keinen Platz in der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft hatten. Sie galten als „gemeinschaftsfremd“, wurden als „Berufsverbrecher“ oder „Asoziale“ der Verfolgung ausgesetzt und in Konzentrationslager deportiert. Vor dort kehrten nur wenige lebend zurück.
Ihre Familien sowie die Nachkriegsgesellschaften vergaßen diese Opfer des Nationalsozialismus aus Scham und Eigennutz.
In Kooperation mit der Welser Initiative gegen Faschismus und dem OÖ. Netzwerk gegen Rassismus und Rechtsextremismus.
Musik: Toni Burger, Geigenvirtuose
Organisation: Christoph Burgstaller, Christian Stöbich, Antifa Wels
Maria Hofstätter
Geb. 1964, wuchs in Gramastetten auf, Schauspielerin, seit 1983 an österreichischen und deutschen Bühnen, in vielen Filmen und Kabarettprogrammen, u. a. in der Tragikomödie "Indien", als Gefängnislehrerin Elisabeth Berger in "Fuchs im Bau", in "Hundstage" von Ulrich Seidl, mit dem sie auch die Paradies-Trilogie als fanatische Katholikin Anna Maria in "Paradies: Glaube" umsetzte, Deutscher Schauspielpreis 2021, leitet mit Dietmar Nigsch das Projekttheater Vorarlberg in Feldkirch, Auftritte beim Kulturfestival Walserherbst, ausgezeichnet mit dem Axel-Corti-Preis Fernsehpreis der Erwachsenenbildung