Bildungshaus Schloss Puchberg erstrahlt in neuem Glanz

Bildungshaus Schloss Puchberg erstrahlt in neuem Glanz

Schloss Puchberg blickt auf eine mehr als 400-jährige Geschichte zurück und leitet seinen Namen von Christoph Puechner ab, der es Ende des 16. Jahrhunderts erbauen ließ. Zweifellos besticht es durch die beeindruckende Architektur. Markante Veränderungen erfolgten durch Dr. Alfred Ritter von Jurnitschek, der 1877 sein Besitzer wurde und nachhaltige Umbauten beauftragte, beispielsweise die Sgraffitodekoration des Schlosshofes, die spitzen Türme und den neubarocken Spiegelsaal.

Seit 1953 ist Schloss Puchberg im Besitz der Diözese Linz. Zahlreiche Erweiterungen und Umbauten waren im Laufe der Zeit notwendig, damit das Haus den ständig steigenden quantitativen und qualitativen Anforderungen einer Bildungseinrichtung nachkommen konnte.

Vor einem Jahr wurde eine umfassende Sanierung des Daches unumgänglich.

Am 17. Dezember 2018 wurde im Innenhof des Schlosses der Kran aufgestellt. Dank des guten Wetters konnte bereits im Jänner mit der Renovierung der Türme, des Daches und des Dachstuhles begonnen werden. Im Frühling ging es mit den Bauarbeiten an der Fassade und der Sanierung der Sgraffitodarstellungen im Innenhof weiter. Auch die historischen Fenster wurden saniert.

Für die Dachdecker und Zimmermänner war die steile Dachneigung an den Türmen eine außergewöhnliche Herausforderung. Auf dem Dach liegen nun 54.500 neue Biberschwanzziegel auf insgesamt 1.700 m² Dachfläche. Bei den Spenglerarbeiten wurden rund 200 m Saumrinnen, 100 m Dachablaufrohre und 400 m Saum- und Anschlussbleche am Steildach verarbeitet. Die alten Dachgaupen an den Turmdächern wurden samt Zierteilen in der Werkstatt exakt nachgebaut und anschließend montiert. Sehr herausfordernd war die Neueindeckung der vier Türme – inklusive der Wiederherstellung des alten, historischen Deckmusters. Dafür wurden in der Spenglerei insgesamt 12.000 Blechschindeln in zwei Farben und verschiedenen Größen vorgefertigt. Insgesamt wurden 10.000 kg Titanzinkblech verarbeitet.

Am 7. November 2019 konnte das Bauwerk fertiggestellt werden.

Es ist immer schön, wenn eine Baustelle erfolgreich abgeschlossen werden kann und alle Beteiligten mit der getanen Arbeit zufrieden sind!

Wir freuen uns, dass unser großes und handwerklich meisterhaft ausgeführtes Projekt zeitgerecht übergeben werden konnte und bedanken uns bei den ausführenden Firmen, dem Bauleiter, der ELAG Liegenschaftsentwicklungs GmbH und der Diözesanen Immobilien-Stiftung für die gute Zusammenarbeit.

Das Schloss erstrahlt in neuem Glanz. Das ist wunderschön! Es ist ein großes Glück für die Bildungsarbeit, kunsthistorisch wertvolle und gut erhaltene Räumlichkeiten zur Verfügung zu haben.

Aber belebt wird das Gebäude durch die Menschen, die zu uns kommen. Wir laden Sie sehr herzlich ein, sich an unserem frisch renovierten Gebäude zu erfreuen und unsere Veranstaltungen zu besuchen.

Gabriele Hofer-Stelzhammer

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